Ist schon ein imposantes Teil: die Maschine, die die Firma von Stephan Schneider für die Attendorner "Aquatherm" entwickelte und baute. Foto:SK
"Die spinnen, die Römer", sind sich Asterix und Obelix in jedem ihrer Abenteuer sicher.
Hätten sie sich aber mal das ausgeklügelte Klimaanlagensystem der Antike genau angeschaut,
hätten sie ihre Meinung sicher revidiert.
Über 2000 Jahre alte Klimatechnik aus der römischen Antike feiert in verbesserter Form im Sauerland
ihre Wiedergeburt.
Beim so genannten Hypokaustum, der Heißluftheizung der Römer, gelangte damals heiße
Luft aus Feuerkammern über Wandkanäle in den Fußboden, der mit
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gesunder Strahlungswärme zunächst in
Thermen und dann in Häusern für "prima Klima" sorgte.
"Aquatherm" aus Attendorn griff dieses Wirkungsprinzip auf und verfeinerte es.
An die Stelle der gemauerten Kanäle treten Rohre aus Spezialkunststoff, aus denen eines der Highlights
der Sauerländer entsteht: das "Aquatherm-Climasystem" ist ein Rohrregister, durch das wahlweise kaltes
oder warmes Wasser fließt. Auf Grund der geringen Abmessungen lässt sich das System direkt in Wände
oder Decken verlegen. "Aquatherm" fertigt diese Elemente maßgeschneidert nach Kundenwunsch. Hier kommt
nun die Firma "Schneider Maschinenbau" aus Meggen ins Spiel: Der Sondermaschinenbauer hat sich bereits
bei namhaften Automobilzulieferen einen Namen gemacht als Hersteller von Anlagen, auf denen überwiegend
Baugruppen und Komponenten gefertigt und montiert werden.
Da es sich oft um Sicherheitsbauteile und damit dokumentationspflichtige Komponenten handelt, bestückt
die Firma Schneider die Anlagen mit hochwertiger Prüftechnik für die Einzelteilprüfung.
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Den guten Ruf
als "Maßschneiderei" für komplette Automatisierungslösungen verdanken Firmenchef Stephan Schneider und
seine 35 Mitarbeiter auch dem Auftrag aus dem benachbarten Attendorn. Die Aufgabenstellung dabei: Die
Anlage soll Deckenmatten zum Kühlen und Heizen und Wandheizungsmatten mit hoher Wiederholgenauigkeit
vollautomatisch montieren und schweißen.
Das größte Problem bestand für Firmenchef Stephan Schneider in der Ideenfindung. Er glaubt, dass er
den Auftrag erhielt, "weil das Konzept schlüssig war und wir praktisch ganz in der Nähe sind".
Die Planung und Konstruktion der Maschinen erfolgt in der Konstruktionsabteilung auf sechs
CAD-Arbeitsplätzen. Durch den Einsatz modernster 3D-Programme können Entwicklungszeiten und damit
Lieferzeiten verkürzt werden.
Weiterhin erhält der Kunde bereits in der Planungsphase ein realistisches Bild mit allen Details
seiner späteren Maschine.
Das ist also die Stärke des Sondermaschinenbauers: kundenspezifische und individuelle Problemlösungen.
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